Im Jahre 1883 erwarb der Industrielle Hugo Rudolf von Stumm das 1501 errichtete Schloss der Familie von Hutten mit der Steckelsburg sowie 1.800 Hektar Land. Das Schloss der von Hutten hatte bis dahin verschiedene Eigentümer gehabt, zuletzt den Fürsten Ysenburg-Büdingen, in deren Besitz es seit 1790 war.
Für die Anlage des Parks waren die von Fürst Pückler-Muskau 1834 herausgegebenen „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ ein wichtiges Vorbild.
Stumm ließ zunächst das Pförtnerhaus (späteres Forsthaus) bauen, zu dem man durch die Lindenallee gelangt. Seine weiteren Bauprojekte umfassten bis zu seinem Tode 1910 den vollständigen Neubau des Schlosses, die Parkanlagen, Gutsgebäude, Wohnhäuser für die Angestellten, karitative Einrichtungen und ein Maschinenhaus zur Stromversorgung.


Ähnlich wie Fürst Pückler in Muskau bezog er den Ort in seine Planungen mit ein. Nach 100 Jahren Wachstum, Blühen und Gedeihen und einem Dornröschenschlaf der vergangenen Jahrzehnte wuchs der Schlosspark in Ramholz zu dieser faszinierenden Landschaftsszenarie heran, die viele Menschen begeistert und eine Bereicherung in denkmalpflegerischem und gartenhistorischem Sinne darstellt. Er ist bis auf die Gartenanlagen dicht um das Schloss (Eigentümer Familie Kühlmann) für die Öffentlichkeit zugänglich.
Im Jahr 1698 erbten die Grafen von Degenfeld das Anwesen von der Familie von Hutten und reihen sich damit in die Liste der bisherigen Besitzer ein. Weit später erwarb die Familie ein Weingut in Ungarn. Eine Auswahl dieser Weine finden sie auch auf unserer Speisekarte.






